Stiftung Bruno Kreisky Archiv: Erinnerungsort Wien
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Konfliktzonen › Meinungsumfragen
• Minderheiten in und aus Österreich
• Rechtsextremismus
• Meinungsumfragen

Meinungsumfragen dienen im Allgemeinen dazu, repräsentative Aussagen über das Stimmungsbild innerhalb der Bevölkerung zu treffen. In Österreich begann die empirische Sozialforschung seit den 1960er Jahren im universitären wie im kommerziellen Bereich Fuß zu fassen. Aus der heutigen politischen Kultur sind Umfragen nicht mehr wegzudenken.

Besonders in Wahlzeiten werden laufend Prognosen über den Wahlausgang veröffentlicht und es bleibt zu vermuten, dass diese wiederum die tatsächliche Entscheidung der Wählerinnen und Wähler beeinflussen sollen. Gleichzeitig werden Umfrageergebnisse von Politikerinnen und Politikern zur Untermauerung politischer Forderungen genutzt.


SWS- und IFES-Studien im Bestand des Kreisky Archives

Die Bestände des Bruno Kreisky Archivs enthalten etwa 100 zwischen 1965 und 1985 durchgeführte Umfragen der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) sowie rund 150 zwischen 1973 und 1983 verfasste Studien des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES). Diese Erhebungen sind nicht mit der Absicht der Veröffentlichung in Auftrag gegeben worden, sie dienten vielmehr als Grundlage zur Einschätzung des Erfolges und der Akzeptanz von Politik. Um über die Gefühls- und Wertehaltungen verschiedener Personengruppen Bescheid zu wissen – und um darauf reagieren zu können, wurde die Bevölkerung (klassifiziert nach Kriterien wie Geschlecht, Alter, Bildungsgrad, Beruf und Wohnort) regelmäßig über ihre Wahrnehmung und Rezeption politischer Vorgänge befragt.


Fragestellungen und Themenkonjunkturen

Wiederkehrende Fragestellungen der vorliegenden Studien sind z.B. das Image der einzelnen Parteien, der Beliebtheitsgrad verschiedener Politikerinnen und Politiker, Prognosen zu oder Analysen von Wahlentscheidungen oder die öffentliche Meinung zur aktuellen Budgetpolitik. Periodisch durchgeführte Umfragen des IFES beschäftigen sich u.a. mit dem Konsumverhalten der Bevölkerung. Daneben lassen sich in den Studien Themenkonjunkturen feststellen, die Inhalte der Tages- und Innenpolitik widerspiegeln. So wird etwa die Debatte um die Fristenlösung in den frühen 1970er Jahren wiederholt angesprochen, bis Mitte der 1980er Jahre spielt die Energiewirtschaft, und hier im Speziellen die Diskussion um den Einsatz von Atomkraft in Österreich, eine wichtige Rolle.

Korrespondierend zu den Schwerpunkten dieses Abschnittes "Konfliktzonen" finden sich nebenstehend Ausschnitte einzelner Umfragen zu den Themen Südtirol bzw. Minderheitenpolitik sowie Rechtsextremismus.
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SWS: Die Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft (SWS) wurde 1961 als eines der ersten Meinungsforschungsinstitute in Österreich gegründet. Sie führt Umfragen zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Themen durch, wobei sie als gemeinnütziger Verein in der Themenauswahl nicht an kommerzielle Auftraggeberinnen und Auftraggeber gebunden ist. Die SWS wurde in den ersten Jahren von Paul Lazarsfeld unterstützt, der gemeinsam mit Marie Jahoda die Methoden der quantitativen Analyse sozialer und politischer Prozesse mitbegründet hat und in den 1930er Jahren aus Österreich emigriert war.

IFES: Das Institut für Empirische Sozialforschung (IFES) wurde 1965 als kommerzielle Forschungseinrichtung gegründet. Es führt Meinungs-, Sozial- sowie Medienforschung und in den letzten Jahren auch Marktforschung durch.
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