Durchblick vom Getreidemarkt zur Rahlgasse um die Jahrhundertwende. Die Straßenbahnen wurden erst 1902 "elektrifiziert", vorher wurden sie von Pferden gezogen. Am ersten Stock des Hauses der Mariahilferstraße 1b ist der Schriftzug "Schwestern Flöge" erkennbar. Der Modesalon wurde 1904 eröffnet und beschäftigte in seiner Blütezeit mehr als 80 Schneiderinnen. Die Kundinnen stammten aus dem Großbürgertum, vor allem aus dem aufgeschlossenen Kreis der jüdischer Industrieller. Berühmt wurde Emilie Flöge durch ihre "Reformkleider", die ohne Korsett getragen wurden und lose von den Schultern herabhingen. Im Erdgeschoß des Hauses befand sich das Künstlercafe Casa Piccola.

Copyright: Östereichische Nationalbibliothek, Bildarchiv
Signatur: 270542-D
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